Schönheit ist kein Verkaufsargument
Schön sieht heute jede Visualisierung aus. Verkaufen tun nur wenige. Der Unterschied ist dafür verantwortlich, ob ein Bild Ihre Wohnung nur zeigt oder auch verkauft.
Sie haben professionelle Visualisierungen beauftragt. Die Ergebnisse sehen gut aus. Doch Ihre Wohnungen stehen auch nach Monaten noch zum Verkauf.
Das ist der Moment, in dem viele Bauträger am Preis ihrer Immobilie zweifeln und Nachlässe geben. Oder sie geben dem schwierigen Markt die Schuld. Selten, aber dem Bild. Dabei ist der Grund oft genau dort zu finden.
Das hat allerdings nicht zwingend etwas mit dem Preis der Visualisierung zu tun. Auch eine aufwendig produzierte Visualisierung verfehlt ihren Zweck, wenn sie eine falsche Blickweise hat.
- Es gibt das, was Architekten mögen.
- Es gibt das, was der Visualisierer mag.
- Und es gibt Visualisierungen, die Bedürfnisse der Kunden ansprechen.
Eine gut aussehende Visualisierung ist dabei Pflicht und keine besondere Leistung
Eine Visualisierung zu erstellen, die realistisch aussieht, ist einfacher denn je und kein Qualitätsmerkmal mehr. Der Unterschied liegt ganz woanders.
Eine verkaufsstarke Visualisierung sollte im Idealfall eine von zwei Dingen leisten: Sie spricht einen Wunsch des Käufers an, oder sie räumt einen Zweifel aus.
Wer wie ein Künstler visualisiert, verliert den Käufer
Zu künstlerische oder abstrakte Bilder schrecken Käufer von Wohnimmobilien ab. Nicht weil sie schlecht gemacht sind. Nur ist der Käufer kein Designer oder Künstler. Er sucht keine Komposition, er sucht ein Zuhause. Wenn ein Bild ihn zwingt, Gestaltung zu interpretieren, statt sich seinen Alltag darin vorzustellen, wird es für ihn anstrengend.
Was den Käufer wirklich beschäftigt, ist banal: genug Platz, ein durchdachter Grundriss, Licht auf der Terrasse, helle Räume. Das Gefühl, sich dort zuhause fühlen zu können.
Drei Beispiele, wie eine gute Visualisierung hierbei unterstützt:
Platz zeigen, statt diesen nur in Texten zu beschreiben
Wohnen, Kochen und Essen landen fast immer in einem einzigen Eck-zu-Eck-Bild. Alle drei Funktionen sind zu sehen. Nur ist das Bild schnell überladen, und niemand weiß, wohin er zuerst schauen soll.
Liegen die Bereiche auch noch hintereinander, verschwindet der Abstand dazwischen. Der Raum erscheint vollgestellt, obwohl er großzügig geplant ist. Die Lösung ist recht unkompliziert. Der Wohnbereich bekommt seine eigene, großzügige Darstellung. Küche und Essbereich teilen sich ein zweites Bild als zusammenhängende Einheit. So transportiert man Großzügigkeit und erklärt die Raumfunktionen klar.
Großzügigkeit in den Außenflächen bewahren
Jeder weiß, was auf eine Terrasse gehört. Tisch, Stühle, Sonnenschirm, ein paar Pflanzen, vielleicht eine Liege. Auf einer Terrasse lässt sich das unterbringen. Auf einem Balkon ist das unmöglich. Trotzdem wird regelmäßig versucht, möglichst viel davon im Bild zu zeigen.
Das Ergebnis erreicht dann genau das Gegenteil. Der vollgestellte Balkon wirkt nicht großzügig, sondern hinterlässt den Eindruck, dass die Balkone viel zu klein geplant sind.
Ein kleiner Tisch, zwei Stühle, eine Pflanze. Ein Sonnenschirm nur, wenn er geöffnet nicht die Fassade berührt. Dazwischen braucht es Luft. Der Käufer muss sehen, dass er sich dort bewegen kann.
Zweifel ausräumen, die Kunden beschäftigen
Hat der Balkon nachmittags Licht? Habe ich ausreichend Privatsphäre und bin vor meinem Nachbarn geschützt? Und reichen die Fenster aus, um den Innenraum schön hell zu machen?
Solche unbeantworteten Fragen können dazu führen, dass Käufer das Interesse verlieren und nicht den nächsten Schritt gehen.
Visualisierungen, die solche Fragen beantworten, stärken hingegen das Vertrauen der Kunden.
Was den Unterschied macht
Schauen Sie wie ein Käufer, nicht wie ein Planer. Natürlich müssen Visualisierungen realistisch aussehen und gut gemacht sein. Denn immerhin sind Bilder die Visitenkarte eines jeden Projekts. Doch auch die Aussage in den Bildern muss stimmen.
Gute Visualisierer schaffen es, sich in die Kunden hineinzuversetzen und genau das zu zeigen, was die Zielgruppe sehen muss.
Wenn Darstellung und Aussage zusammenpassen, sind sie auf dem Weg zum Verkauf der Immobilie einen großen Schritt weitergekommen. Denn Sie haben Bedenken ausgeräumt und die Neugierde verstärkt.
Warum ein solcher Blick selten vom planenden Architekten kommt, lesen Sie hier.

